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Analabszess und Analfistel

Der Analabszess (Abscessus Ani) ist ein akuter Zustand, der sich mit Schmerzen und Schwellungen im Afterbereich und erhöhter Körpertemperatur manifestiert.
Analabszess und Analfistel stellen unterschiedliche Phasen derselben Grunderkrankung dar, wobei der Abszess der Akutmanifestation und die Fistel der chronischen Verlaufsform entspricht. Ursächlich ist die Infektion im Bereich einer der Proktodealdrüsen im intersphinktärischen Raum zwischen dem inneren und äußeren Schließmuskel. Wird durch die entzündliche Schwellung der Ausführungsgang der Drüse verstopft, kann es zu einer Eiteransammlung (Abszess) in der Drüse kommen. Wird der Druck durch den Eiter zu groß, sucht sich der Eiter einen Weg zwischen den verschiedenen Schließmuskelanteilen nach außen.Dies führt spontan zu Erleichterung, da die Schmerzen nachlassen und das Fieber gesenkt wird.
Die Behandlung erfolgt durch chirurgischen Eingriff unter kurzer intravenöser Betäubung. Der Einschnitt erfolgt über der Schwellung und der Inhalt wird evakuiert. Eine allgemeine Erleichterung folgt und die Schmerzen sind sofort weg.
Die Behandlung wird mit Antibiotika fortgesetzt, der Patient ist schon am nächsten Tag wieder alltagsfähig.

Die Analfistel (Fistula ani) ist eine Röhrenförmige Verbindung zwischen dem Afterkanal und der äußeren Afterregion. Analfisteln entstehen meist als Folge eines Abszesses, der sich spontan geöffnet hat; selten sind sie Folge einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung. Über den Kanal entleert sich eitriges Sekret, oft mit Stuhl vermischt, nach außen. Sie heilt nach operativer Entfernung meist folgenlos.
Die Operation der Fistel ist relativ einfach, wenn die Fistel flach ist und nicht durch den Schließmuskel dringt. Wenn die Fistel aber sehr lang ist und durch den Schließmuskel dringt, wird eine Drainage mittels Faden vorgenommen- die Seton Drainage, damit der Schließmuskel nicht beschädigt wird und Inkontinenz verursacht wird ( der Stuhl kann nicht gehalten werden).
Durch diese „Fadendrainage“ wird dafür gesorgt, dass bis zum Abklingen der akuten eitrigen Entzündung eine Verbindung nach außen zum Ablaufen des Sekrets aufrechterhalten wird. Eine erneute Abszessbildung wird auf diese Weise verhindert.
Wenn richtig behandelt, kehrt das Problem meistens nicht wieder zurück , doch bei älteren Fisteln, die schon viele Kanale gebildet haben , die sich immer wieder durch Infektion verbreiten, ist es für den Chirurgen oftmals unmöglich alle Kanale zu identifizieren, somit kann es nach einigen Monaten oder Jahren zu einem Rückfall kommen.
Um die Fisteln dauerhaft zu beseitigen , eignet sich der Biolitec Laser ideal, die Radiowellensonde ist flexibel- das s.g. FiLaC fiber – Fistula-Tract Laser Closture. Die Radiowellenenrgie ströhmt durch den Kanal der Fistel und zerstört sie kontrolliert und sanft. Ebenso, wird der Heilungsprozess dadurch beschleunigt.

Vorbereitung

Nach Anweisung des Anästhesisten am Tag vor der OP ein leichtes Abendessen, nach Bedarf ein leichtes Abführmittel einnehmen, um am Morgen den Stuhlgang zu sichern. Morgens am Tag der OP wird empfholen das Donat Mg Wasser zu trinken (3-5 dl) und danach nichts mehr zu essen oder zu trinken.
Der Patient sollte seine gewohnten Medikamente unbedingt nach Schema einnehmen oder nach Absprache mit dem Anästhesisten in der Voruntersuchung.

Genesung

Der Patient wird sehr schnell in Begleitung aus der Klinik entlassen. Dazu bekommt er Analgetika für die nächsten 2 Tage.
Schon nach ein paar Tagen ist der Patient wieder arbeits-und gesellschaftsfähig.

Anweisung zur Ernährung und Hygiene:
  • meiden Sie Fast Food, Ernährung sollte reich an Balaststoffen sein
  • minimal 2-2,5 l Flüssigkeit pro Tag konsumieren
  • die Defäkation (Stuhlagang) nicht aufschieben
  • nach jeder Defäkation mit warmen Wasserstrahl reinigen
  • meiden Sie die Nutzung chemischer Abführmittel
  • viel Bewegung

Nebenwirkungen / Komplikationen

Wie auch bei allen anderen chirurgischen Eingriffen dieser Art, sind Blutungen verschiedener Intensität möglich. Aber mit der richtigen Vorbereitung des Patienten und einer korrekt durchgeführten Technik eines Experten, ist das Auftreten dieser Komplikationen eher selten oder unbedeutend.

Unser Angebot

Beinhaltet die Voruntersuchung beim Anästhesisten, den operativen Eingriff, nach Bedarf die Thrombosenprophylaxe , Analgetika für 1-2 Tage nach der OP und Kontrolluntersuchungen in den nächsten 6 Monaten.
Fragen Sie dr. Čandrlić

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