Hämorrhoiden

Hämorrhoiden(lat.Noduli Haemorrhoidales) sind schwammartige Polster im Analkanal, die mit Blut gefüllt sind.Es ist ein Geflecht aus Arterien und Venen, das zusammen einen Swellkörper bildet. Es liegt etwas oberhalb der Schließmuskeln des Afters (Anus) und dichtet gemeinsam mit ihnen den Darmausgang ab.
Sie werden von einer Schleimhaut bedeckt, die ein Gewebe hat, das genau fühlen kann und somit zwischen formiereten Stuhlgang, Flüssigkeit des Stuhlgangs oder Blähungen unterscheiden kann. Jeder Mensch hat also Hämorrhoiden. Es handelt sich um eine normale anatomische Struktur, die bestimmte Funktionen erfüllt. Pathologisch oder krankhaft werden sie erst, wenn sie anschwellen, sich entzünden oder thrombosieren und sich damit zu einem Hämorrhoidalleiden entwickeln.

Ursachen – Risikofaktoren

Das Hämorrhoidalleiden ist eine Erkrankung des modernen Zeitalters. Zu den erblichen Faktoren kommen außerdem schlechte Angewohnheiten: Stuhlgangbeschwerden ( Durchfall, Verstopfung), Übergewicht, Mangel an Bewegung, zu langes Sitzen, unregelmäßige und ungesunde Ernährung ( gewürzt, fettig, trocken, ohne Balastoffe). Ebenfalls hinzu kommen Bluthochdruck im Becken und der Bauchhöhle, chronischer Husten , Schwangerschaft und Entbindung.

Pathophysiologie

Die Hämorrhoidenpolster sind keine erweiterten Venen, sondern es handelt sich hier um Bindegewebe und sinusoide Blutgefäße, die sich zwischen den Venen und Arterien befinden.

Die Mechanismen der Krankheitsentstehung sind mit der Insuffizienz des Ventilmechanismus innerhalb der Arterien.und Venen verbunden. Das Blut, das durch die Arterien herbeigetragen wurde, kann nicht weiter zum venösen Teil des Kreislaufs gebracht werden und so wird der Knoten immer größer. Es handelt sich um den Verfall der „Abdichtungspolster“ des Darmausganges nach außen und die Krankheitsymptome bilden sich.

Symptome

  • Juckreiz, ein verstärkt nässender After, perianale Dermatitis
  • Brennen und Druckgefühl im After
  • Blutung- frisches Blut im Stuhl oder auf Toilettenpapier
  • Schmerzen und Schwellungen duch Entzündung und Thrombosierung
  • kleine Knoten durch Anus

Behandlung

Die Therapie des Hämorrhoidalleidens richtet sich nach dem Erkrankungsstadium und den auftretenden Beschwerden. Die möglichen Maßnahmen reichen von Veränderungen im Bereich des Lebensstils bis hin zu operativen Eingriffen. Eine Operation ist am wirkungsvollsten, da konservative Behandlungen nur kurz die Beschwerden lindern, aber das Problem nicht dauerhaft lösen können.

Ebenfalls kann es durch Aufschub eines operativen Eingriffs zur Verschlimmerung der Erkrankung kommen.

Die Wahl der richtigen operativen Methode hängt vom Erkrankungsgrad und dem Können des Chirurgen ab.

Klassifikation der Erkrankung

1.Grad –

Hämorrhoiden gering vergrößert, so dass sie sich von außen nicht erkennen lassen. Nur mithilfe einer ambulanten Enddarmspiegelung (Proktoskopie) zu sehen.

Helles, frisches Blut im Stuhl, weiterhin schmerzlos, leichter Juckreiz mit Gefühl einen Fremdkörper im After zu haben.



Behandlung: konservativ

2.Grad –

Die Vergrößerung der Gefäßknoten ist nun bereits so weit fortgeschritten, dass diese beim Anwenden der Bauchpresse, also beim Stuhlgang, nach außen treten. Die Hämorrhoiden ziehen sich aber von alleine wieder in den Anus zurück.Typische Symptome dieses Stadiums sind immer wieder auftretende Blutungen sowie ein Brennen, Jucken und Nässen im Afterbereich.

3.Grad –

Die Knoten ziehen sich nach dem Stuhlgang nicht mehr von selbst zurück. Mit dem Finger lassen sie sich aber wieder in den Analkanal zurückschieben. Die Schleimhaut des Anus ist in diesem Stadium schon verdickert und fester, was die Blutungen seltener macht. Schmezen und Juckreiz, Nässen des Anus, was zur Bildung von an der umliegenden Haut führt.

4.Grad –
Permanenter Zustand des Analprolaps.
  • Die Hämorrhoiden sind von außen sichtbar, oft thrombosieren sie, sind entzündet, jucken, brennen und im Regelfall stülpt sich dabei auch die Schleimhaut des Afterkanals aus dem Anus hinaus.
  • Es kommt zu Hautirritationen, Ekzemen und Infektionen.
  • Blutungen sind selten, aber man hat immer gröbere Probleme beim Stuhlgang.
  • Eine langanhaltende Irritation des Gewebes kann zu Krebserkrankungen führen.

Die Symptome vieler Enddarmleiden wie Hämorrhoiden ähneln sich. Bei Beschwerden im Enddarm und am After kommen auch andere mehr oder weniger harmlose Diagnosen in Frage, die der Arzt mit verschiedenen Untersuchungsmethoden abklärt: Entzündung des Rektums (Hämorrhagische Proktitis) oder des Analkanals, chronische Schmerzen des Steißbeins (Kokyzgodynie), Polypen, Solitäres Rektumulkus-Syndrom, Infektionen oder Darmkrebs.

Man sollte sich während des Stuhlgangs nicht zu sehr anstrengen , Verstopfung und Durchfall muss so gut es geht gemieden werden. Eine gesunde und balaststoffreiche Ernährung und viel Flüssigkeitszufuhr sind ebenso wichtig, wie genügend Bewegung. Versuchen Sie nicht zu viel Zeit bei der Darmentleerung zu verbringen, lesen sie nicht während Sie auf der Toilette sitzen. Übergewichtigen Menschen wird ein Gewichtsverlust empfholen. Tragen Heben sie nicht zu schwer.

Es gibt einige Irrtüme in Zusammenhang mit den Hämorrhoiden:
  • sie sind kreisförmigen Formationen, es gibt nur 3 hämorrhoidalle Polster, die sich an bestimmten Stellen befinden: einer an der linken Seite des Anus, die anderen beiden an der rechten Seite, vor und hinter dem Analkanal.
  • es handelt sich um erweiterte Venen: die Polster bestehen aus Bindegewebe und Blutgefäßen, die sich Sinusoide nennen- Fisteln der Arterien und Venen, die mit frischem , hellem Arterienblut gefüllt sind, die nur aus Bindegewebe bestehen, ohne Muskeln.
  • es gibt keine „ äußeren“ und „inneren“ Hämorrhoiden. Was als „äußerlich“ betrachtet wird, sind eigentlich perianale Thrombe, die pathologisch und anatomisch nichts mit den Hämorrhoiden zu tun haben.

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