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Der klassische operative Eingriff

Es handelt sich hierbei um die älteste und am häufigsten genutzte chirurgische Methode der dauerhaften Entfernung von Hämorrhoiden, die bei schwereren Graden der Erkrankung vorgenommen wird.

Beschreibung der Behandlung

Diese Technik ist sehr zuverlässig. Wenn sie richtig durchgeführt wird, sind postoperative Komplikationen und das Rückfallrisiko äußerst gering. Gleichzeitig ist es postoperativ betrachtet die unbequemste Behandlungsmethode für den Patienten. Die Schmerzen sind stark und der Genesungsprozess ziemlich lang.
Oft wird sie mit anderen Behandlungsmethoden kombiniert ( Laser und Radiowellenverfahren).

Kandidaten / Indikation

Dieser operative Eingriff wird bei dem hämorrhoidallen Prolaps (Analprolaps) indiziert. Es handelt sich dabei um den fortgeschrittenen 3. und 4. Grad der Erkrankung.

Vorbereitung

Nach Anweisung des Anästhesisten am Tag vor der Operation nur leichte Kost einnehmen ( Suppe, gekochtes Fleisch/Fisch, Gemüse, Nudeln, Reis,…). Etwa 2 Stunden nach dem Eingriff folgt die Vorbereitung auf Einnahme des Präparats MoviPrep- bitte streng den Anweisungen folgen. Die erste Dosierung, 1l des Präparats in Wasser vermischt , sofort nach der OP trinken. Die zweite Dosierung in den Abendstunden einnehmen ( gegebenfalls in den frühen Morgenstunden, wenn sie eher ein „Morgenmensch“ sind oder der Eingriff nach 11 Uhr stattfindet. Am Tag der OP , etwa 2 Stunden vor dem Eingriff 0,5 l Donat Mg trinken. Gleichzeitig mit dem MoviPrep Präpart viel Flüssigkeit trinken, um die verlorene Flüssigkeit durch Stuhlgang, zu kompensieren ( am besten ist Wasser, Tee oder ein milder Saft). Zur OP bitte mit nüchternem Magen erscheinen.

Ablauf des Eingriffs

Der Eingriff erfolgt unter allgemeiner oder regionaler Betäubung. Die vergrößerten Hämorrhoiden werden exzidiert ( chirurgisch mit Instrumenten entfernt), die operative Wunde wird offen gelassen und verheilt spontan.

Genesung

Der postoperative Genesungsprozess ist ziemlich unangenehm, schmerzhaft und etwas unkonfortabel für den Patienten. Der Heilungsprozess kann 3-4 Wochen dauern, die größten Beschwerden melden sich dabei aber in den ersten Tagen nach der OP.
Deshalb werden die Methoden in aller Regel miteinander kombiniert.
Der Patient wird nach dem Eingriff aus der Klinik entlassen, mit Medikamenten für die nächsten 2 Tage. Danach werden alle Analgetika oder andere individuell benötigten Medikamente vom Hausarzt des Patienten verschrieben. Patienten die zur Entwicklung von Thrombosen neigen (was bei der Voruntersuchung bein Narkosearzt festgestellt wurde), werden von den Mitarbeitern der Poliklinik Lege Artis täglich (Zuhause oder je nach Absprache) betreut.Die Schmerzen sind postoperativ abhängig vom Schweregrad der Erkrankung, der operativen Methode, die genutzt wurde und von der individuellen Schmerztoleranz des Patienten. Am schmerzhaftesten sind die ersten 3 Tage nach der Operation. Hier ist es wichtig die Schmerzmittel rechtzeitig einzunehmen- nach Anweisung des Narkosearztes ( sofort wenn man die Schmerzen spürt).
Nach 10-14 Tagen kann der Patient wieder seinen normalen Alltag nachgehen. In den ersten Tagen nach der OP sind Ansammlungen des gerinnten Blutes , die aus dem Rektum fließen, zu erwarten.Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass man sich etwas langsamer und leichter in die sitzende oder stehende Position bewegt.
Die Ernährung sollte leicht verdauliche Nahrungsmittel umfassen , ohne viele Balaststoffe ( Suppen, gekochtes Fleisch und Fisch, nur leicht gewürzt, nicht gebraten, Kohlenhydrate- Kartoffeln, Reis, Nudeln). Meiden Sie frisches Obst und Gemüse, Käse , Milch,Hülsenfrüchte und alles was aufbläht.Viel Flüssigkeit aufnehemen (Donat Mg). Versuchen Sie nicht die Defäkation zu erzwingen, den ersten Stuhlgang kann man erst nach 2-3 Tagen erwarten.

Nebenwirkungen / Komplikationen

Diese Methode ist sehr zuverlässig, wenn korrekt vorgenommen, sind die postoperativen Komplikationen und das Rückfallrisiko sehr gering. Aber postoperativ betrachtet ist der Eingriff für den Patienten sehr unangenehm, da die Schmerzen stark und der Genesungsprozess ziemlich lang ist.

Unser Angebot

Beinhaltet die Voruntersuchung beim Anästhesisten, den operativen Eingriff, nach Bedarf die Thrombosenprophylaxe , Analgetika für 1-2 Tage nach der OP und Kontrolluntersuchungen in den nächsten 6 Monaten.
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