Die Stapler-Hämorrhoidopexie

Es handelt sich dabei um eine moderne und sehr wirkungsvolle Methode, die gut dazu geeignet ist hämorrhoidalle Beschwerden in ihren fortgeschrittenen Stadien zu behandeln. Bei diesem Verfahren wird so viel wie nur möglich von dem hämorrhoidallen Gewebe entfernt, dann wird der Rest des Gewebes sich wieder in seine normale anatomische Position bringen. Im Vergleich zu der vollständigen Entfernung der Hämorrhoide, ist dieses Verfahren weniger schmerzhaft und mit einem schnelleren Genesungsprozess verbunden. Das Rückfallrisiko ist äußerst gering, wenn der Eingriff technisch einwandfrei vorgenomen wurden ist.

Beschreibung der Behandlung

Eine Methode in der man zur Fixierung der prolabierten Hämorrhoide ,der rektalen Schleimhaut und für das Enfernen des „überschüssigen“ Gewebes einen speziell entwickelten zirkularen Stapler benutzt (entsprechend dem englischen Wort für ‚Heftmaschine‘). Dieses Verfahren war vor 10-15 Jahren sehr beliebt, besonders in Italien und den USA. Einer der Vorteile ist, dass die Methode sehr schnell ist, der Eingriff dauert nur etwa 30-45 Minuten. Ebenso, wird das Problem vollständig beseitigt und sie ist weniger schmerzhaft als die klassischen Methoden. Es gibt auch verschiedene Nachteile: im normalen posoperativen Heilungsprozess, beklagen die Patienten oft einen „falschen Alarm“ zum Stuhlgang (Tenesmen), der bis zu 10-14 Tage lang nach der OP andauert, nach diesen Zeitraum verschwindet diese Beschwerede allmählich wieder.

Kandidaten / Indikation

Patienten des 3. und 4. Schweregrads der Erkrankung und diejenigen mit Prolapse der rektalen Schleimhaut.Ebenfalls bei Patienten des 2. Schweregrads, die sich schon mehrfach erfolglos haben stationär behandeln lassen.
Einschränkungen: aktive Entzündungen der Analregion, Verengng des Analkanals, rektaler Prolaps in seiner vollständigen Dicke.

Vorbereitung

Nach Anweisung des Anästhesisten am Tag vor der Operation nur leichte Kost einnehmen ( Suppe, gekochtes Fleisch/Fisch, Gemüse, Nudeln, Reis,…). Etwa 2 Stunden nach dem Eingriff folgt die Vorbereitung auf Einnahme des Präparats MoviPrep- bitte streng den Anweisungen folgen. Die erste Dosierung, 1l des Präparats in Wasser vermischt , sofort nach der OP trinken. Die zweite Dosierung in den Abendstunden einnehmen ( gegebenfalls in den frühen Morgenstunden, wenn sie eher ein „Morgenmensch“ sind oder der Eingriff nach 11 Uhr stattfindet. Am Tag der OP , etwa 2 Stunden vor dem Eingriff 0,5 l Donat Mg trinken. Gleichzeitig mit dem MoviPrep Präpart viel Flüssigkeit trinken, um die verlorene Flüssigkeit durch Stuhlgang, zu kompensieren ( am besten ist Wasser, Tee oder ein milder Saft). Zur OP bitte mit nüchternem Magen erscheinen.

Ablauf des Eingriffs

Während des operativen Eingriffs wird so viel wie nur möglich von dem hämorrhoidallen Gewebe entfernt, dann wird der Rest des Gewebes sich wieder in seine normale anatomische Position bringen. Das Verfahren wird in der s.g. „sicheren Zone“ des Enddarms ausgeführt. Ein spezielles Rundschneide- und -Klammer-Gerät wird in den After eingeführt und das vorgefallene Gewebe zurückgeschoben.. Mit Hilfe der zuvor gelegten Naht wird überschüssiges Gewebe in den nun zugänglichen Hohlraum innerhalb des Gerätes gezogen („ Schleimhaut Lifting“).

Genesung

Der Patient wird nach dem Eingriff aus der Klinik entlassen, mit Medikamenten für die nächsten 2 Tage. Danach werden alle Analgetika oder andere individuell benötigten Medikamente vom Hausarzt des Patienten verschrieben. Patienten die zur Entwicklung von Thrombosen neigen ( was bei der Voruntersuchung bein Narkosearzt festgestellt wurde), werden von den Mitarbeitern der Poliklinik Lege Artis täglich (Zuhause oder je nach Absprache) betreut. Die Schmerzen sind postoperativ abhängig vom Schweregrad der Erkrankung, der operativen Methode, die genutzt wurde und von der individuellen Schmerztoleranz des Patienten. Am schmerzhaftesten sind die ersten 3 Tage nach der Operation. Hier ist es wichtig die Schmerzmittel rechtzeitig einzunehmen- nach Anweisung des Narkosearztes ( sofort wenn man die Schmerzen spürt). Nach 10-14 Tagen kann der Patient wieder seinen normalen Alltag nachgehen. In den ersten Tagen nach der OP sind Ansammlungen des gerinnten Blutes , die aus dem Rektum fließen, zu erwarten.Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass man sich etwas langsamer und leichter in die sitzende oder stehende Position bewegt. Die Ernährung sollte leicht verdauliche Nahrungsmittel umfassen , ohne viele Balaststoffe ( Suppen, gekochtes Fleisch und Fisch, nur leicht gewürzt, nicht gebraten, Kohlenhydrate- Kartoffeln, Reis, Nudeln). Meiden Sie frisches Obst und Gemüse, Käse , Milch,Hülsenfrüchte und alles was aufbläht. Viel Flüssigkeit aufnehemen (Donat Mg). Versuchen Sie nicht die Defäkation zu erzwingen, den ersten Stuhlgang kann man erst nach 2-3 Tagen erwarten.

Nebenwirkungen / Komplikationen

Bei dieser wunderbar wirkungsvollen Methode, sind die möglichen Komplikationen shr schwer, können sogar fatal sein, wenn der Eingriff nicht von einem erfahrenen und sehr gut geschulten Chirurgen vorgenommen wird. Deshalb wid das Verfahren auch nur in Polikliniken angeboten, die alle Vorausetzungen für die adekvate Durchführung des Verfahrens erfüllen.
Mögliche Komplikationen: das Durchtrennen der Darmränder, Blutungen, Formierung von Beckenabszess.

Unser Angebot

Beinhaltet die Voruntersuchung beim Anästhesisten, den operativen Eingriff, nach Bedarf die Thrombosenprophylaxe , Analgetika für 1-2 Tage nach der OP und Kontrolluntersuchungen in den nächsten 6 Monaten.
Fragen Sie dr. Čandrlić

Fragen Sie Dr. Čandrlić

Haben Sie weitere Fragen? Stellen Sie diese unsren Ärzten. Klicken Sie

mehr...
Machen Sie einen Untersuchungstermin aus!

Machen Sie einen Untersuchungstermin aus!

Sie können direkt über das Internet einen Untersuchungstermin für sich ausmachen. Klicken Sie hier und machen Sie sofort einen Termin.

mehr...