Hernie

Eine Hernie ist der Austritt von Eingeweiden aus der Bauchhöhle durch eine angeborene oder erworbene Lücke in den tragenden Bauchwandschichten.

URSACHEN: entsteht durch angeborene Schwäche der Strukturen des Weichgewebes oder wird im Laufe des Lebens erworben. Gewöhnlich befindet sie sich in der Leistenregion, um den Bauchnabel herum oder an der Stelle eines früheren operativen Eingriffs. Die Körperstelle entscheidet über den Namen der Hernie. An der Bauchwand befinden sich Stellen, die durch ihren anatomischen Aufbau für die Bildung einer Hernie besonders anfällig sind.

RISIKO FAKTOREN: Alter, Geschlecht (der Leistenbruch ist 10 Mal häufiger bei Männern, die Femoralhernie häufiger bei Frauen), erhöhter Druckaufbau in der Bauchhöhle durch zu schweres Tragen und Heben, erschwerter Stuhlgang und urinieren wegen Verstopfung, starker und langanhaltender Husten, Übergewicht, Schwangerschaft.

SYMPTOME: Charakteristisch ist eine sicht- oder tastbare, weiche Vorwölbung (Bruchgeschwulst) direkt unter der Haut, Schmerzen , ein Fremdkörpergefühl in der Leistenregion, das Gefühl der Schwere beim Stehen oder bei Anstrengung, bei Männern kann die Hernie sich bis zu den Hoden runterziehen. 
 Die Inkarzerierte Hernie ( Einklemmung des Bruchinhaltes)- akuter Zustand, Notfall- strake Schmerzen in Leiste oder Bauch, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Herzrasen.

LEISTENHERNIE / INGUINALHERNIE

ist die häufigste Form der Hernie (75 %) und sie tritt über 25 Mal häufiger bei Männern als bei Frauen auf. Man unterscheidet die direkte und indirekte Leistenhernie. Beide befinden sich in der Leiste, haben aber unterschiedliche Startpunkte. Beide sehen fast identisch aus ( Auswöllbung in Leistenregion), was es schwer macht sie voneinander zu unterscheiden.

Die indirekte Leistenhernie tritt am inneren Leistenring in die Bauchwand ein, verläuft beim Mann im Samenstrang und begleitet den Samenleiter und tritt ebenso wie der vorher genannte Bruch am äußeren Leistenring an die Körperoberfläche. Bei der Frau verläuft im Leistenkanal nur das Mutterband. Da es deutlich kleiner als der Samenstrang ist, ist die laterale Leistenhernie beim weiblichen Geschlecht selten, aber auch die mediale Form kommt bei der Frau nicht häufig vor. Bei etwa 1% der Jungen wird sie direkt bei der Geburt entdeckt und behandelt.

SCHENKELHERNIE

Die Schenkelhernie (Schenkelbruch, Femoralhernie, hernia femoralis) hat ähnlich wie der Leistenbruch einen Bruchsack, der jedoch nicht in die Leiste (über dem Leistenband), sondern unter dem Leistenband in den Schenkelkanal des Oberschenkels meist medial der großen Oberschenkelgefässe verläuft. Frauen sind häufiger davon betroffen. Sie ist

NABELHERNIE / NABELBRUCH

Die Häufigkeit ihes Auftreten liegt bei 10-30 %, oft bei der Geburt schon als Auswölbung um den Nabel herum sichtbar. Wenn sie sich nicht schließen oder von Anfang an groß sind, ist es empfhelenswert sie im Alter zwischen 2-4 Jahren zu operieren. Bei einem Nabelbruch wölbt sich die innerste Schicht, das Bauchfell, durch ein sich gebildete Lücke der Muskelhaut (Faszie).  Das als Bruchsack fungierende Bauchfell schiebt sich durch die Lücke im Nabelbereich und drückt immer stärker gegen die Haut im Nabel, die durch den andauernden Druck immer dünner wird. Der Nabelbruch des Erwachsenen ist ein Defekt der Nabelregion mit einer Bruchpforte, ausgelöst durch: Schwächung der Bauchwand,  Überdehnung, Erhöhung des Bauchdruckes. Zu den begünstigenden Faktoren von des Nabelbruches zählen u. a. Übergewicht, verstärktes Pressen bei chronischer Verstopfung, angeborene Bindegewebsschwäche, Schwangerschaft, Rauchen, Medikamente, schwere Lebererkrankung, chronischer Husten, oder das vermehrte Heben von schweren Lasten. 

VENTRALE HERNIEN

Operative Eingriffe an der vorderen Bauchwand können später zur Bildung einer Hernie an dieser Stelle führen. Der Statistk nach ist nach chirurgischem Eingriff das Risiko bei 2-10%.

OBTURATORE HERNIE

Eine Hernia obturatoria tritt durch das Hüftbeinloch , eine mit Bindegewebe verschlossene Durchtrittsstelle im Hüftbein, aus und der Bruchinhalt kann die im Hüftlochkanal verlaufenden Gefäße sowie den Nervus obturatorius derart quetschen, dass daraus Sensibilitätsstörungen am innenseitigen Oberschenkel resultieren können. Diese Form der Hernie ist aber sehr selten und wird, da äußerlich nicht sicht- und tastbar, oft erst durch den Darmverschluss infolge Einklemmung erkannt. Eine Diagnostik mittels Ultraschalls ist möglich, es kann so beim Pressversuch der mobile Bruchinhalt erkannt und die Diagnose gestellt werden.

EPIGASTRISCHE HERNIE

Bei der epigastrischen Hernie ertastet man in der Bauchwand eine schmerzhafte Schwellung, die in der Frühphase nur aus präperitonealem Fettgewebe besteht, später aber aus einem echten Bruchsack, der häufig einen Zipfel des großen Netzes enthält. Oft sehr schmerzhaft.

LIJEČENJE

Die Hernie kann nur durch operativen Eingriff vollständig geheilt werden und dies ist eines der häufigsten Behandlungsmethoden.

Zu den gängigsten und wichtigsten Operationsverfahren bei einem Leistenbruch gehören die offene Operationstechnik ohne Kunststoffnetz (Operation nach Shouldice), die offene Operationstechnik mit Kunststoffnetz (Operation nach Lichtenstein) und minimal-invasive Operationstechniken mit Kunststoffnetz (TEP und TAPP). Die ersten werden bei jüngeren Patienten genutzt und haben bis zu 15% Rückfallrisiko.

Die offene Operationstechnik mit .

Das Kunststoffnetz ist ein chirurgisches Material, das aus Polypropylen, oder auch Goretex besteht, resorbative und kombinierte Materiale. Diese sterilen Netze sind weich, beweglich, flexibel und passen sich den Bewegungen des Körpers an. Die Netze sind so fest, dass der Patient sofort nach dem Eingriff zu normalen Alltagsaktivitäten ( inklusive Sport) übergehen kann. Es gibt viele verschiede Varianten in Größe und Form. Einerseits haben sie die Form eines Deckels,die man an die Hernienöffnung steckt. Andererseits, hat das Netz die Form eines Flicks, der über oder unter die Hernie gesteckt wird. Da sich Hernien stark voneinander unterscheiden, ist nicht jedes Netz für jeden Patienten geeignet. Die richtige operative Methode und die Art des Netzes, wird individuell vom Arzt beschlossen.

LICHTENSTEINOVA METODA

Eine der chirurgischen Standardmethoden , die unter allgemeiner oder auch lokaler Betäubung vorgenommen wird.

Beschreibung und Ablauf der Behandlung

Der operative Ablauf besteht aus 2 Phasen. In der ersten Phase wird der Herniensack gesichtet und sein Inhalt verstaut. In der zweiten Phase steckt man das Netz über die Hernienöffnung.
Ein Vorteil dieser Methode ist, dass sie minimal invasiv ist und der Arbeitsbereich vollständig sichtbar gemacht wird.

Priprema

Nach Anweisung des Anästhesisten am Tag vor der OP ein leichtes Abendessen, nach Bedarf ein leichtes Abführmittel einnehmen, um am Morgen den Stuhlgang zu sichern. Morgens am Tag der OP wird empfholen das Donat Mg Wasser zu trinken (3-5 dl) und danach nichts mehr zu essen oder zu trinken. Der Patient sollte seine gewohnten Medikamente unbedingt nach Schema einnehmen oder nach Absprache mit dem Anästhesisten in der Voruntersuchung.

Vorbereitung

Im postoperativen Genesungsprozess sind nur leichte Schmerzen zu verspüren. In den nächsten 4 Wochen sollten größere körperliche Anstrengungen vermieden werden, keine zu anspruchsvollen Bewegungen.

Nebenwirkungen / Komplikationen

Rückfälle sind sehr selten, von 0,5-2%; sie entstehen hauptsächlich durch extreme Schwäche der Bauchwand.
Wie auch bei allen anderen chirurgischen Eingriffen dieser Art, sind Blutungen verschiedener Intensität möglich. Aber mit der richtigen Vorbereitung des Patienten und einer korrekt durchgeführten Technik eines Experten, ist das Auftreten dieser Komplikationen eher selten oder unbedeutend.

Unser Angebot

Beinhaltet die Voruntersuchung beim Anästhesisten, den operativen Eingriff, nach Bedarf die Thrombosenprophylaxe , Analgetika für 1-2 Tage nach der OP und Kontrolluntersuchungen in den nächsten 6 Monaten.
Fragen Sie dr. Čandrlić

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