Steißbeinfistel / Pilonidalyzste (Sinus Pylonidalis)

Es handelt sich hierbei um eine lokalisierte eiternde Infektion der Haut und Unterhaut.
Der Sinus Pilonidalis ist eine lokalisiert eiternde chronisch-entzündliche Erkrankung der Gesäßfalte.
Nach häufiger Auffassung wird die Erkrankung durch in die Haut penetrierende Haare verursacht.

Verursacht wird sie durch langes Sitzen ( Berufskraftfahrer, eng.- ‘Jeep seat disease’), bei sehr fettiger und behaarter Haut ( häufiger bei Männern), übermäßiges Schwitzen (Sportler, Radfahrer, Ruderer).
Die Symptome: Schmerzen, lokalisierte Schwellung und Rötung, erschwertes Sitzen,ja sogar Gehen, Fieber. Durch spontanes Spritzen und Fließen von Eiter werden die Symptome etwas gelindert, doch die Entzündung kehrt sehr schnell wieder zurück ( rezidiert), dann oft mit stärkerer Intensität.

Die Behandlung ist ausschließlich operativ.
In der akuten Phase kann nur noch ein Einschnitt(Inzision) vorgenommen werden und der Eiter evakuiert werden.

In der stillen Phase ist es notwendig das Problem vollständig zu beseitigen: eine Exzision ( herausschneiden) der krankhaften Veränderungen, zusammen mit der Abszesskapsel und dem kompletten Inhalt. Die Wunde wird offen gelassen, ausgewaschen und draigniert,damit sie spontan verheilen kann.
Die Traumatisierung des Gewebes ist deutlich geringer, wenn der Eingriff mit der Radiowellentechnik durchgeführt wird.

Vorbereitung

Nach Anweisung des Anästhesisten am Tag vor der OP ein leichtes Abendessen, nach Bedarf ein leichtes Abführmittel einnehmen, um am Morgen den Stuhlgang zu sichern. Morgens am Tag der OP wird empfholen das Donat Mg Wasser zu trinken (3-5 dl) und danach nichts mehr zu essen oder zu trinken. Der Patient sollte seine gewohnten Medikamente unbedingt nach Schema einnehmen oder nach Absprache mit dem Anästhesisten in der Voruntersuchung.

Genesung

Der Patient wird sehr schnell in Begleitung aus der Klinik entlassen. Dazu bekommt er Analgetika für die nächsten 2 Tage.
Schon nach ein paar Tagen ist der Patient wieder voll arbeits-und gesellschaftsfähig.

Anweisung zur Ernährung und Hygiene:
  • meiden Sie Fast Food, die Ernährung sollte reich an Balaststoffen sein
  • minimal 2-2,5 l Flüssigkeit pro Tag konsumieren
  • die Defäkation (Stuhlagang) nicht aufschieben
  • nach jeder Defäkation mit warmen Wasser abwaschen
  • meiden Sie die Nutzung chemischer Abführmittel
  • viel Bewegung
  • eine dauerhafte Enthaarung der Glutealregion wird dringend empfholen

Nebenwirkungen / Komplikationen

Wie auch bei allen anderen chirurgischen Eingriffen dieser Art, sind Blutungen verschiedener Intensität möglich. Aber mit der richtigen Vorbereitung des Patienten und einer korrekt durchgeführten Technik eines Experten, ist das Auftreten dieser Komplikationen eher selten oder unbedeutend.

Unser Angebot

Beinhaltet die Voruntersuchung beim Anästhesisten, den operativen Eingriff, nach Bedarf die Thrombosenprophylaxe , Analgetika für 1-2 Tage nach der OP und Kontrolluntersuchungen in den nächsten 6 Monaten.
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